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Mit dem Eintritt in den Clan von Bayern beginnen die Schwierigkeiten für Rebecca erst. Statt in Ruhe ihr neues Leben an Jacks Seite genießen zu können, muss sie mit dem Misstrauen und den Intrigen der Wölfinnen fertig werden.

Als ob das nicht genug wäre, gibt es immer noch Nick, der auf Rache sinnt und seine eigenen undurchsichtigen Spielchen treibt …

Mit CityWolf II geht das rasante Abenteuer mit Rebecca und Jack in die nächste Runde. Dieses Buch ist eine Fortsetzung von CityWolf I, ist aber in sich abgeschlossen und kann auch eigenständig gelesen werden. Mehr Spass macht es natürlich, wenn man den I-er schon kennt.

Leseprobe aus „CityWolf II – Horti Pensiles“ (Amazon):

Ines hatte noch eine Vorlesung und ich verzog mich in die Bibliothek. Absichtlich verbrachte ich viel Zeit hier, obwohl ich theoretisch auch im Clanhaus hätte arbeiten können. Aber hier fühlte ich mich einfach wohler.
»Immer noch fleißig?«
Ein kühler Luftzug, ein Hauch von Mandelöl rissen mich aus den Tiefen der Stochastik. Doch als ich hochsah, bemerkte ich nichts Außergewöhnliches. Ruhig lag die Bibliothek im Halbdunkel des Abends. Außer mir waren nur noch vier Plätze belegt. Fred, zwei Reihen weiter, starrte unbewegt auf den Bildschirm.
Wo war Ludwig? Ich sah hoch und bemerkte den Wolf im Gespräch mit zwei Studentinnen. Gerade machte er einen Scherz, den die beiden mit Kichern beantworteten. Die Größere von ihnen streifte in einer eleganten Geste ihre langen, blonden Haare hinter das Ohr. Herzlichen Dank für den Schutz, Ludwig!
Vielleicht hatte ich mir auch nur eingebildet, dass ich Nicks Aftershave gerochen hatte. Wo doch meine Nase eh nicht so toll war. Innerlich schnitt ich eine Grimasse, als ich an letzte Nacht dachte und an Sabrinas Genugtuung. Nein, Schluss mit den trüben Gedanken. Ich musste diese Aufgabe fertig bekommen.
Am besten kopierte ich die Seiten aus dem Buch, um sie später zuhause durchzuarbeiten. Waren die Gänge zwischen den Regalen immer schon so schlecht ausgeleuchtet gewesen? Schreckhaft wich ich vor einem Schatten zurück, der sich bei näherem Hinsehen als vergessener Schirm erwies.
Reiß dich zusammen, Becca! Nick würde sich nie in die Bibliothek trauen, wenn Ludwig dort oben Wache hielt.
Zwischen zwei Regalen sah ich bereits die Tür zum Kopierraum.
»Ts, ts, ts, so ernst heute?«
Eine Bewegung wie ein Schatten. Plötzlich stand er vor mir: Nicolas de Grabeuil, wie er leibt und lebte – oder vielmehr nicht mehr ganz lebte. Gut genährt augenscheinlich. Mit dem bekannten überheblichen Studentengrinsen lehnte er mit verschränkten Armen am Regal, die grünen Augen glitten ungeniert über meinen Körper.
»Gib´s zu, dass das Leben mit einem dumpfen Wolf nicht annähernd so lustig ist wie mit mir«, verlangte er und ein klein bisschen lugten die Fangzähne über seine vollen Lippen. Gegen meinen Willen überflutete mich eine Welle der Erregung, als ich an das orgiastische Gefühl des Trinkens dachte. Doch dann siegte – gottlob – die Wölfin.
Ein schneller Blick zeigte mir, dass Ludwig immer noch beschäftigt war.
»Ah, du hast Marie und Valentina gesehen. Sind sie nicht schön?«, seufzend fuhr er durch sein dichtes schwarzes Haar. »Wie gut sie den dummen Wolf ablenken. Ich glaube, sie haben heute Abend eine Belohnung verdient.«
»Was willst du?«, fauchte ich und wollte an ihm vorbei.
»Ah, nicht so schnell, mon amour«, flüsterte er, während mich kalte Arme festhielten. »Hast du nicht Lust auf eine rasante Fahrt mit der Blade? Auf ein gutes Essen in tollem Ambiente? Gib zu, dass es wirklich Spaß gemacht hat mit mir«, seine volle Stimme, leicht rauchig, nistete sich in meinem Gehirn ein und entfachte wilde Sehnsucht. Das Bedürfnis
danach, einfach abzuhauen, alles hinter mir zu lassen, rauf auf das Motorrad, den Motor spüren und ….
»Scheiße, Nick, hör auf!«, fast zu spät entdeckte ich die Manipulation.
Die Studenten sahen neugierig zu uns her. Jetzt bemerkte auch Ludwig, dass hier unten etwas nicht stimmte. Und stürmte los.
»Adieu, bis bald, ma petite«, sachte fuhr er über meinen Arm., wohlige Schauder auslösend. »Du solltest zuhause nach dem Rechten sehen«, flüsterte er und verschwand.

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