Wie alles begann:

Gestern blieb mir gar nichts anderes übrig, als meinen Schreibtisch, inklusive Schubladen aufzuräumen. Denn ich suchte eine ganz bestimmte Karteikarte. Warum Karteikarten?, höre ich euch fragen. Ja, das ist so eine Sache. Obwohl ich mit einem höchst modernen Programm schreibe, Papyrus ist spitze, nebenbei bemerkt, bin ich ein unverbesserlicher» Paperworker«. Von den Blöcken, die ich vollschreibe, habe ich euch schon erzählt und ja, trotz Figurendatenbank und Timeline, liegen bei mir haufenweise Karteikarten herum. Mit Protagonistenbeschreibungen, Mahlzeiten im Mittelalter, bevorzugte Waffen im Nahkampf, oder der Beschreibung eines uralten Windgeistes, der sein Domizil in den Nördlichen Trollspitzen hat. Einfach alles, was ein Schriftstellerherz begehrt.

Aber es kam, wie es kommen muss:

Karteikarten haben die Angewohnheit sich zu verstecken. Meiner Meinung nach jedes Mal in absolut bösartiger, hinterhältiger, verräterischer Absicht. Denn genau die Karte, die ich gerade brauche, finde ich nicht, nie, es ist immer das Gleiche. Gestern habe ich schon überlegt, Loglard um einen Suchzauber zu bitten, aber ehrlich gesagt, hat er zur Zeit ziemlich viel um die Ohren und seine Laune ist auf dem absoluten Tiefpunkt.
Also blieb mir nichts anderes übrig, als, siehe oben, den Schreibtisch aufzuräumen, desgleichen die Schubladen und, ja, nur unter uns, auch die drei Hängeordnerregistraturen, die neben dem Schreibtisch stehen 🙂
Manche in meiner großen Familie bezeichnen mich auch als chaotisch, aber das ist üble Nachrede!
Und bevor ich noch die Karte fand, auf der haarklein steht, wie Noreia aussieht – sie ist übrigens richtig groß geworden in letzter Zeit – fand
ich dieses Blatt.
Unscheinbar, oder? Kein Vergleich mit der professionellen Landkarte, die ihr dank meiner ältesten Tochter jetzt hier sehen könnt! Abgesehen davon, dass meine Zeichenkünste noch nie besonders toll waren, bedeutet der Zettel sehr viel für mich. Denn so begann die Geschichte von »Tiranorg«. Vor vielen Jahren in einem sehr gemütlichen Lokal in Passaus Altstadt zeichnete ich das erste Mal eine grobe Karte von Tiranorg, erzählte meinem Mann von dem Plan, einen High Fantasy Roman zu schreiben, über ein Land, in dem sich zwei Völker ablehnend gegenüber stehen, eine Geschichte, in der sich eine Schwertmeisterin in einen Magier verliebt … Und allen Nornen und der Großen Mutter sei Dank, ist die Geschichte noch nicht zu Ende erzählt.

Und sonst so:

Auch heute gibt es ein »Zuckerl« für euch: Eine neue Episode aus Esmantés Jugend, bisher unveröffentlicht, ganz exklusiv nur hier zu lesen.
Ich hoffe, die Geschichte gefällt euch!
Wie immer gilt: Schreibt mir, ich warte darauf!

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